Traust du dich nicht, dein Ding zu machen und deinen Weg zu gehen, weil dich Existenzängste quälen?

Ich kenne das nur zu gut – und so viele andere da draußen auch.

Ständig erhalte ich E-Mails von meinen Followern, in welchen sie mir erzählen, dass sie Angst haben, es nicht zu schaffen, dass h.B. ihr Business-Vorhaben scheitern und sie dann in finanzielle Not geraten.

Dieser Gedanke daran, „vor dem Nichts“ zu stehen, kein Geld mehr zu haben ist so ziemlich einer der schlimmsten Gedanken.

Er hält dich vielleicht nachts wach und bereitet dir viele unangenehme Gefühle und Ängste.

Hier sind meine besten Tipps für dich:

1. Was ist das Worst Case-Szenario?

Schreibe dir genau auf, wie der schlimmste Fall aussehen würde, wenn du es nicht schaffen würdest.

Wirst du wirklich mit „Nichts“ auf der Straße stehen?

Der Worst Case ist in den meisten Fällen wirklich nicht so schlimm, wie es uns unser Kopf irrational erzählen will. Dieses „Nichts“ existiert nur als Angst, aber nicht wirklich in der Realität. Am Ende lebst du in Europa und in einem Land wahrscheinlich mit Eltern und Freunden, die dich im Notfall unterstützen würden, um wieder auf die Beine zu kommen.

Einige von meinen Klienten würden z.B. bei ihren Eltern einziehen, dann vor Ort einen Job suchen, wieder Geld ansparen und irgendwann wieder von vorne anfangen mir ein Business aufzubauen beginnen.

Es wäre wahrscheinlich für sie eine harte Zeit und das letzte was sie sich momentan wünschen würde, aber wenn das ihr Worst Case ist – dann gibt es wohl wirklich schlimmeres.

Eine sehr mentale Übung ist die WAS-WENN-DANN-ÜBUNG. So funktioniert sie:

Angenommen denkst du z.Z. ständig an deine Insolvenz und du wirst von einer Existenzangst geplagt, weil du jeden Tag Geld ausgibst, ohne Geld zu verdienen…

Nun schreibe alle Gedanken auf, die im Moment dir durch den Kopf gehen, und formuliere Sätze in WAS-WENN Form wie z.B.

WAS würde ich morgen machen, WENN ich bald Geld mehr auf dem Konto hätte….

mit den ersten Lösungsansätzen, z.B. 

DANN würde ich zu meinem Finanzberater hingehen, um mir Hilfe zu holen ..

Wichtig ist, dass man dann die Nennung von Lösungsideen weiter treibt… also 

DANN würde ich mit meiner Familie Einsparungsmöglichkeiten besprechen und vereinbaren, um die monatlichen Ausgaben zu reduzieren und

DANN ….und 

DANN…und

DANN…

Dadurch verliert die Angst die bedrohliche Komponente und das Gehirn beginnt sich mit den Lösungsansätzen zu beschäftigen als mit den Angstgefühle, die aus der Amygdala kommen.

2. Spare dir einen Geldpuffer an

Wohl die beste praktische Lösung für deine Existenzängste. Bevor du in die Selbständigkeit und um die halbe Welt springst, spar‘ dir mehrere Monate Lebensunterhalt für dich und eventuell für deine Familie an – im besten Fall 6 Monate.

Innerhalb dieser Zeit ist es ohne weiteres möglich, sich ein ortsunabhängiges Einkommen als z.B. Freelancer aufzubauen.

Ich würde nie über meine Verhältnisse leben – viel wichtiger ist es mir, jeden Monat weniger auszugeben als ich einnehme, sodass die Zahl auf dem Konto immer steigt.

3.Werde Herr/Frau deiner Finanzen

Das bedeutet: Führe genau Buch. Hol dir eine App oder mach dir ein Excel-Sheet und fang an all deine Ausgaben und Einnahmen zu dokumentieren jeden Tag.

Damit hast du das Gefühl in Kontrolle zu sein und du siehst ganz genau, wie deine Lage aussieht.

Dieses „auf einmal“ vor dem Nichts zu stehen, gibt es eigentlich nicht so wirklich. Normalerweise sieht man es kommen, wenn die Zahlen auf dem Konto immer niedriger werden. Und das bedeutet: Du kannst vorausplanen bzw. Vorkehrungen treffen.

4. Schau deinen Ängsten in die Augen

Ich finde es sehr wichtig, dass wir uns mit unseren Ängsten anfreunden.

Das heißt: Setz dich hin und fühl so richtig rein. Schreib all deine Gedanken zu deiner Existenzangst auf und umarme das Gefühl, so lange, bis du es in all seiner Form kennst.

Je mehr wir Ängste bewusst fühlen, desto weniger Power haben sie über uns.

PS: Das gilt übrigens für alle Ängste.

5. Umgebe dich mit den richtigen Menschen

Es ist so, so, so wichtig, dass wir Menschen in unserem Leben haben, die auf einem ähnlichen Weg sind wie wir. Mit ihnen können wir uns über unsere Ängste austauschen, sie verstehen und unterstützen uns.

6. Finde heraus, was deine einschränkenden Glaubenssätze sind

Wir tragen so viele alte, negative Glaubenssätze in uns – die meisten davon dienen uns nicht, sondern machen uns unglücklich und halten uns davon ab, unserer authentisches Ich zu leben und unseren eigenen Weg zu gehen im Leben.

Hier ein paar Fragen für dich, die du am besten schriftlich beantwortest:

  • Welche Glaubenssätze hast du über Geld verinnerlicht?
  • Welche Glaubenssätze hast du über dich selbst und das Leben?
  • Welche Glaubenssätze hast du über die Selbständigkeit?
  • Vertraust du in dich und das Leben und dass alles gut wird? Wenn nein, warum nicht?

7. Fühle die Angst und tu es trotzdem.

Die Angst es nicht zu tun muss größer sein, als die Angst es zu tun.

Du bist nicht hier um ein halbes Leben zu führen. Du bist auch nicht hier um Opfer deiner Ängste oder Umstände zu sein.

Deine Ängste sind dazu da, dir zu zeigen, wo es lang geht – nämlich genau in die Richtung der LÖSUNG.